EuRegionale Raumanalyse

EuRegionale Raumpotenziale, Raumindikatoren und Raumszenarien als Entscheidungsgrundlage für eine innovative Raumentwicklung in Südostoberbayern / Salzburg

Erwerbspendlerkorridore im Großraum Salzburg

Der Grenzraum Salzburg – Südostoberbayern entwickelt sich stetig zu einem gemeinsamen grenzübergreifenden Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum, bedingt durch die Lage der Landeshauptstadt Salzburg direkt an der Staatsgrenze zur Bundesrepublik Deutschland und den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union im Jahre 1995. Dadurch wird eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Raumordnung, der Verkehrs- und Infrastrukturplanung und anderen verschiedensten Lebensbereichen immer wichtiger, um künftige Herausforderungen zu bewältigen und gemeinsame Entwicklungspotenziale in der Europaregion Salzburg zu nutzen. Zwar nehmen die Landesentwicklungsprogramme beider Länder auf diesen grenzüberschreitenden Verflechtungsraum besondere Rücksicht, jedoch hat es sich dabei als Problem herausgestellt, dass viele raumordnungsrelevante Planungs-und Datengrundlagen bisher nur für das jeweilige Land, nicht aber grenzüberschreitend bereitgestellt werden konnten.

Agglomerationsräume im Großraum Salzburg

Wo finden sich städtische Verdichtungsgebiete? Welche Räume beidseits der Grenze sind stark touristisch geprägt? Wie stark sind regionale Verflechtungen im Erwerbs- und Bildungsbereich? Wie weit reicht die Attraktivität wichtiger Infrastruktureller Einrichtungen in der Region? Antworten auf Fragestellungen wie diese sind Grundlagen für eine grenzüberschreitende, zukunftsorientierte Standort – und Regionalplanung.

Ziel diese Projektes ist, in einer umfassenden Kooperation und Vernetzung von Behörden, Planungs- und Entscheidungsträgern zwischen Bayern und Salzburg (siehe Projektpartner), umsetzungsorientierte Entscheidungsgrundlagen mit Geographischen Informationssystemen (GIS) grenzübergreifend zu entwickeln. Unter Mitarbeit der Gemeinden erfolgt der Aufbau einer Indikator basierten Datengrundlage, um die Stärkung eines gemeinsamen EuRegionalen Raumbewusstseins sowie die Bearbeitung von wichtigen grenzübergreifenden Zukunftsthemen zu unterstützen. Die Ergebnisse des Projektes unterstützen die Umsetzung der Vision einer grenzübergreifenden „Stadtregion der kurzen Wege“, indem sie beispielsweise die Planung von S-Bahn Haltestellen optimieren. Ebenso ermöglichen sie die Bewertung der infrastrukturellen Versorgung (Kindergärten, Schulen, Nahversorger) im erweiterten Wohnungsumfeld, besonders wichtig für eine hohe Lebensqualität in der Region.

Projektziele

Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern

  • Erarbeitung grenzüberschreitender Datengrundlagen & Raumindikatoren als Grundlage nachhaltiger Planungsstrategien für die Regionalentwicklung
  • Anwendungs- und sachthemenorientierte Erarbeitung von Planungsgrundlagen in wichtigen grenzüberschreitenden Fragestellungen (S-Bahn)
  • Erstellung von Entscheidungshilfen für eine grenzübergreifende Region der kurzen Wege
  • Entwicklung von GIS-gestützten Erreichbarkeitsmodellen für die Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsentwicklung
  • Bewertung regionaler infrastruktureller Raumpotenziale (infrastrukturelle Wohnstandort-Attraktivität) für den verdichteten Stadt-Umlandbereich
  • Ableitung zukünftiger Herausforderungen der Raumentwicklung und Infrastrukturplanung aus bestehenden Raumszenarien
  • Förderung der grenzüberschreitenden Vernetzung und Zusammenarbeit

Mehr Information finden Sie auf der Projekt-Webseite des Projektträgers Research Studios Austria Forschungsgesellschaft mbH, Studio iSPACE.

Ergebnisse

Die Handlungsempfehlungen, die sich aus den Ergebnissen des Projektes für die Behörden, Planer oder Verkehrsverbünde ergeben, unterstützen eine grenzübergreifende zukunftsorientierte Standort- und Regionalentwicklung für die bayerisch-salzburger Kernregion.

  • Die EULE-Projektergebnisse wurden in drei Teilen veröffentlicht. („Verflechtungsraum“, „Entscheidungsgrundlagen für die grenzübergreifende ÖPNV Planung“ und „Grenzübergreifende Wohnstandortanalyse und -bewertung“)
  • Die Projekt-Webseite bietet die Möglichkeit alle Projektberichte herunterzuladen.

Dieses Projekt wurde gefördert von der Europäischen Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (INTERREG IV A ).

interregEU